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Adventskalender 2017 Tag 16: Richard Rötzer – Der Wachsmann

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Tatsächlich habe ich dieses Buch noch gar nicht ganz zu Ende gelesen, da ich ihn noch nicht so lange in meinem Besitz habe. Trotzdem kann ich den historischen Roman Der Wachsmann des Münchner Autoren Richard Rötzer schon jetzt bedenkenlos empfehlen.
Interessanterweise spielt dieser Krimi nämlich im München des 14. Jahrhunderts und damit kennt sich Rötzer bestens aus, studierte er doch die Geschichte des Mittelalters. Ich bin bei den Recherchen für eine meiner Stadtführungen über das alte München auf diesen Roman gestoßen und tatsächlich erhält der Leser – neben einer spannenden Geschichte – auch sehr interessante Einblicke in die Geschichte der bayerischen Hauptstadt zu den Zeiten des Kaisers Ludwig dem Bayern.
Die Handlung dreht sich um die beiden Flößer Peter und Paul, die einer mysteriösen Mordserie in München auf den Grund gehen. Während die Menschen um sie herum übernatürliche Gründe sehen und sich die Stimmung in der Stadt – auch wegen eines drohenden Krieges – immer mehr aufheizt, gehen die beiden Protagonisten eher sachlich an die Recherche um merkwürdige Bibelzitate und Wachsfiguren, die bei den Leichen gefunden werden. Dabei geraten sie und ihnen nahestehende Personen auch immer wieder in Gefahr und werden immer tiefer in ein Gewirr von Machtkämpfen und Intrigen hineingezogen. Wer der Mörder ist? Nun, das ist für mich immer noch so spannend, wie für euch.
Rötzer scheint bei der Recherche ganze Arbeit geleistet zu haben: liest man bei einigen historischen Romanen viele Klischees, so sind die Menschen in seinem Roman gar nicht so rückständig, wie man es vom „finsteren Mittelalter“ erwartet. Hier sind katholische Geistliche mit jüdischen Rabbis befreundet, der Stadtrichter gibt nichts auf Aberglauben und die Hauptcharaktere setzen sich für das ehrenvolle Begräbnis eines in Verruf geratenen Flößer-Kollegen ein.
Da ich mich schon immer für das Mittelalter interessiere, habe ich vor Jahren bereits den historischen Krimi „Tod und Teufel“ von Frank Schätzing verschlungen, der in Köln zur Zeit des Dombaus spielt. Rötzers Roman ist bereits sechs Jahre vor Schätzings Werk erschienen, aber stilistisch sehr ähnlich und mindestens genauso spannend zu lesen. Für Münchner vielleicht sogar noch etwas spannender, weil man im Geiste mit den Helden durch die gut bekannten Straßen laufen kann (die sich ja, im Gegensatz zu den Gebäuden, seit Jahrhunderten in ihrem Verlauf kaum verändert haben).

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Adventskalender 2017 Tag 15: Die roten Rosen – Wir warten aufs Christkind

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Eigentlich höre ich kaum Weihnachtslieder. Aber eine Weihnachts-CD läuft bei mir rauf und runter und das durchaus auch mal im Hochsommer. Hinter den roten Rosen verstecken sich natürlich Die Toten Hosen, eine Band, die ich als Jugendliche schon mochte. Ich erinnere mich da an ein Konzert im Cirkus Krone, als Campino Stage Diving machte und ich oben auf dem Balkon froh war, dass ich nicht da unten stand 😉

Immerhin 26 Songs finden sich auf dieser CD, von Stille Nacht, Heilige Nacht über Auld Long Syne bis zu dem selbstgeschriebenen Weihnachtsmann vom Dach ist die Bandbreite sehr groß. Alle Lieder sind sehr rockig, aber gerade das selbstgeschriebene kommt eher mit leisen, konsumkritischen Tönen daher. Teilweise sind die Texte auch ein wenig verändert (I know a pub in Inverness that never shuts its door 😉 ) und das macht das Anhören zu einem höchst unterhaltsamen Vergnügen.

Wer also Last Christmas nicht mehr hören kann, ist hier goldrichtig.

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Adventskalender 2017 Tag 14: Kathryn Taylor – Mission Mistelzweig

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Einen deutschen Weihnachtsmarkt mitten im englischen Lake District organisieren? Eventmanagerin Lilly freut sich auf diese besondere Herausforderung. Sogar einen werbewirksamen Höhepunkt hat sie in petto: die Wahl zum “Sexiest Santa Claus Alive”. Der attraktive, aber geheimnisvolle Tom entpuppt sich bald als Lillys persönlicher Favorit. Seine Küsse unterm Mistelzweig lassen ihr Herz höherschlagen. Doch wer ist er wirklich? Lilly ist ebenso verliebt wie verwirrt – kann sie ihr Herz riskieren und Tom vertrauen?

Ich lese gerne orts- bzw zeitbezogen. Kölnromane in Köln, Sommerromane im Sommer und Weihnachtsromane zur Adventszeit. In diesem Jahr hatte ich Glück bei einer Verlosung und mir flatterte Kathryn Taylors Mission Mistelzweig ins Haus. Eine wirklich schöne Geschichte, bei der ich mit Hauptfigur Lilly mitgezittert habe. Die Protagonisten sind mitreißend gezeichnet, man schließt sie gleich ins Herz und möchte am Liebsten gleich nach Barnbarrow ziehen, so hübsch ist der Ort beschrieben. Ein Lesevergnügen, das Lust auf mehr von dieser sympathischen Autorin macht.
Kathryn Taylor begann schon als Kind zu schreiben – ihre erste Geschichte veröffentlichte sie bereits mit elf. Von da an wusste sie, dass sie irgendwann als Schriftstellerin ihr Geld verdienen sollte. Nach einigen beruflichen Umwegen und einem privaten Happy End ging ihr Traum in Erfüllung. Spätestens mit ihrer Trilogie Daringham Hall über große Gefühle auf einem englischen Landgut etablierte sie sich endgültig in der Riege sicherer Bestsellerautorinnen. (Quelle Homepage der Autorin)

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Adventskalender 2017 Tag 13: Die Geminiden – Wünscht euch was!

Karte: Torsten Bronger

Heute Nacht wird uns ein ganz besonderes Kunstwerk geboten. Und das nicht nur in München! Denn heute zeigt uns die Natur ein besonderes Schauspiel am Himmel.

Alljährlich um diese Zeit wiederholt sich der schönste und intensivste Sternschnuppen-Schauer am Nachthimmel, die so genannten Geminiden. Und genau heute, in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember erreichen sie ihren Höhepunkt. Bis zu 120 Sternschnuppen könnt ihr pro Stunde beobachten. Die Objekte stammen von dem Asteroiden Phaeton, der bei seiner Reise um die Sonne von Jahr zu Jahr mehr zerfällt. Benannt ist dieses Naturphänomen nach dem Sternzeichen Zwilling, aus dem die meisten der Meteroriten zu kommen scheinen. Dieses Sternzeichen findet man sogar recht einfach am Horizont, die Zwillinge befinden sich gleich neben dem prägnanten Sternzeichen Orion. Die zwei hellen Sterne Castor und Pollux bilden die Köpfe des Zwillingspaares.

Wenn ihr euch noch etwas wünschen wollt für die Weihnachtszeit, so ist also heute Nacht der ideale Zeitpunkt! Haltet also die Augen offen.

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Adventskalender 2017 Tag 12: Christmas meets Cuba – Klazz Brothers & Cuba Percussion

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Weihnachten wäre doch langweilig, wenn den ganzen Tag nur Stille Nacht und Last Christmas durch den Radio dudeln. Das haben sich vor einigen Jahren auch die – zwischenzeitlich doch recht bekannten – Klazz Brothers und ihre zwei befreundeten kubanischen Percussionisten gedacht.
Schon im Jahr 2002 hatten sich die drei Musiker, die klassische Musik mit Jazz vermischten mit den Percussionisten zusammen getan und ihr erstes gemeinsames Album Classic meets Cuba heraus gebracht. Ich habe die Musiker kurz darauf bei einem Konzert erstmals gehört, als wir einen musikalischen Schulausflug in irgendeine kleine Stadthalle in Niederbayern machten. Ich war sofort begeistert von dem fetzigen Musik-Mix und habe mir gleich die beiden existierenden Alben Classic meets Cuba und Jazz meets Cuba mitgenommen. Damals kannte die Herren lustigerweise noch kaum jemand, in den folgenden Jahren haben sie jedoch eine doch recht beachtliche Karriere hingelegt und unter anderem mit dem Münchner Rundfunkorchester gespielt.
Zugegebenermaßen habe ich nach ein paar Umbesetzungen inzwischen wieder das Interesse an den aktuelleren Alben der Künstler verloren. Aber die alten CDs laufen bei mir immer noch regelmäßig. Und in der Weihnachtszeit vor allem Christmas meets Cuba aus dem Jahr 2010. Hier werden alte und neuere Weihnachtslieder stilvoll aufgepeppt und dabei ist vor allem die Mischung zwischen amerikanischen, deutschen und spanischen Songs sehr schön und abwechslungsreich. Auf jeden Fall gehört diese CD mittlerweile beim Dekorieren, Plätzchen backen oder einfach nur entspannen auf der Couch im Advent einfach dazu!

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Adventskalender 2017 Tag 11: La Bohème, Film von Robert Dornhelm

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Ich liebe ja die Inszenierung der La Bohème an der Staatsoper München von Otto Schenk, die fast 50 Jahre auf dem Buckel hat und hoffentlich noch weitere 50 Jahre läuft. Sie gehört für mich genauso zur Weihnachtszeit wie Hänsel und Gretel am Gärtnerplatztheater.

Für die Zeit dazwischen gibt es den Film von Robert Dornhelm. Er fängt die Atmosphäre im Paris Ende des 19. Jahrhunderts perfekt ein und kann natürlich auch mit tollen Sängern aufwarten. In der Rolle der Mimi sieht man Anna Netrebko, die mir hier ausnahmsweise richtig gut gefällt. Rolando Villazón als Rodolfo lässt jedes Herz schmelzen und Nicole Cabell als Musetta ist fantastisch, genauso erotisch und aufreizend stellt man sie sich vor.

Und als kleines Zuckerl für alle Fans des Gärtnerplatztheaters tritt hier der Kinderchor auf und auch der kleine Junge Nicolas von der Nahmer mit seiner Solorolle im zweiten Akt ist denen ein Begriff, die die Vorstellung der Sarrée Musikprojekte gGmbH über die Jahre verfolgt haben.

Außerdem hat noch die liebe Claudia Toman an dem Film mitgewirkt.

Natürlich ist es nicht das gleiche wie eine Livevorstellung, aber wenn ich mal wieder einen ganzen Film durchheulen möchte, ist es ein adequater Ersatz.

Bis 17.12. gibt es die BlueRay bei amazon noch für unter 8€, eine gute Gelegenheit also, sich damit einzudecken.

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Adventskalender 2017 Tag 10: Harald Gilbers – Germania

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Gerade in der heutigen Zeit mit ihren politischen Entwicklungen ist es umso wichtiger, an die dunklen Kapitel der deutschen Geschichte zu erinnern. Dafür können zum einen die zahlreichen Filme und Dokumentationen im deutschen Fernsehen dienen, zum anderen aber auch literarische Werke. Beide Optionen kommen jedoch nicht selten etwas spröde und gezwungen daher.

Der Erdinger Autor und Regisseur Harald Gilbers hingegen hat die Zeit des Nationalsozialismus in eine andere Form verpackt und zwar als spannende Krimi-Reihe. Dabei setzt der erste Roman Germania aus dem Jahr 2013 zeitlich schon am Ende des Krieges an: im Berlin werden 1944 vor Kriegsdenkmälern verstümmelte Frauenleichen gefunden, die alle mit den Nationalsozialisten zu tun hatten. Weil die Linientreue Polizei nicht weiter kommt, holen sie sich den ehemals sehr erfolgreichen jüdischen Kriminalkommissar Oppenheimer zu Hilfe. Der sieht darin eine Chance, der Deportation zu entkommen, jedoch nur so lange der Fall nicht gelöst ist. So steht er zwischen dem Druck, den Täter zu fassen und sich und seine Frau Lisa zu schützen.

Der Krimi ist extrem spannend und geschrieben und man fiebert unweigerlich bis zur letzten Seite mit dem Protagonisten Oppenheimer mit. Dazu erfährt man allerhand interessante und gut recherchierte Fakten zum Leben in Berlin zu dieser Zeit. Besonders angenehm fand ich in diesem Roman, dass nicht alles nur in Gut und Böse eingeteilt wird. Auch die linientreusten Charaktere hegen hier Zweifel an der Politik, doch stehen auch aus Gründen der Bequemlichkeit und der Feigheit weiterhin zum zusammenbrechenden Regime. Genau so handelt Oppenheimer eigentlich auch aus Selbsterhaltungsgründen und ist anfangs gar nicht so erpicht darauf, den Fall schnell zu lösen.

Germania bietet eine gute Mischung aus historischem Roman, spannenden Krimi und Gesellschaftsbild der Kriegszeit. Dabei geht es nicht immer nur düster zu. Gerade die Gespräche mit Oppemheimers heimlichen Unterstützerin Hilde, der Frau eines KZ-Arztes, sind immer wieder auflockernd, ist sie doch eine überzeugte Regime-Gegnerin und als solche nicht auf den Mund gefallen ist. Nach dem großen Erfolg von Germania erschienen mit den Fortsetzung Odins Söhne (einen Kriminalfall um einen okkulten Geheimbund) und Endzeit (eine Konfrontation mit dem russischen Geheimdienst) noch zwei weitere – ebenso spannende Geschichten um Kommissar Oppenheimer. Gerade arbeitet Gilbers am 4. Teil, der unter dem Titel Totenliste im September 2018 erscheinen soll.

Harald Gilbers, geboren 1969, studierte Anglistik und Geschichte in Augsburg und München. Anschließend arbeitete er zunächst als Feuilleton-Redakteur beim Fernsehen, bevor er als freier Theaterregisseur tätig wurde. Er lebt in Erding. Germania, sein Debüt, wurde 2014 auf Anhieb mit dem angesehenen Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet.

Zum 2. Adventssonntag hat uns Erfolgsautor Harald Gilbers ein Exemplar der brandneuen 7. Auflage von Germania signiert. Um das Buch zu gewinnen, müsst ihr uns diese Frage beantworten: In welchem Jahr spielt die Handlung von Germania? Schickt uns eure Antwort bis zum 17.12.2017 um 24 Uhr einfach per Kontaktformular mit Angabe Eures Namens und einer Telefonnummer.

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Adventskalender 2017 Tag 9: Elke Pistor – Makrönchen, Mord und Mandelduft

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Annemie Engel liebt drei Dinge in ihrem Leben: Schlager, ihren Kater Belmondo und ihren Beruf als Konditorin. Andere Menschen hingegen mag sie gar nicht. Am liebsten bleibt sie in ihre Backstube und backt Kuchen, Torten und vor allem Plätzchen, die ihr Bruder Harald auf dem Weihnachtsmarkt verkauft. Doch als dieser kurz vor Weihnachten bei einer Explosion schwer verletzt und obendrein des Mordes verdächtigt wird, gerät ihre heile Welt aus den Fugen. Um ein altes Versprechen einzulösen, begibt sie sich auf die Suche nach dem wahren Mörder. Dabei ahnt sie nicht, welche Gefahren hinter den friedliche Kulissen des Niedelsinger Weihnachtsmarktes auf sie lauern.

Ich mag die Krimis von Elke Pistor ja sehr, sie haben unaufdringlichen Lokalkolorit, aber der Mensch steht immer im Vordergrund. In diesem Fall ist es Annemie, jenseits der sechzig, verbittert, menschenscheu, unfähig, echte Bindungen einzugehen. Selbst mit ihrem jüngeren Bruder, der den sie nach dem frühen Tod der Eltern verantwortlich war, kommuniziert sie nur über Zettel. Als dieser aber schwer verletzt wird, muss sie sich entscheiden, ob ihr das Schneckenhaus ihrer Backstube wichtiger ist als ihre Familie. Eine warmherzige Geschichte, die den Leser mit dem unbedingten Wunsch zurücklässt, einmal den Geruch in Annemies Backstube zu genießen. Im Anhang finden sich jede Menge Plätzchenrezepte, so dass das Buch perfekt in die Vorweihnachtszeit passt. Wer bis jetzt noch keine gebacken hat, will das nach der Lektüre dieses Buches bestimmt nachholen.

Elke Pistor, Jahrgang 1967, studierte Pädagogik und Psychologie. Seit 2009 ist sie als Autorin, Publizistin und Medien-Dozentin tätig. 2014 wurde sie für ihre Arbeit mit dem Töwerland-Stipendium ausgezeichnet und 2015 für den Friedrich-Glauser-Preis in der Kategorie »Kurzkrimi« nominiert. Elke Pistor lebt mit ihrer Familie in Köln.(Quelle emons)

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Adventskalender 2017 Tag 8: Kerstin Gier – Wolkenschloss

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Hoch oben in den Schweizer Bergen liegt das Wolkenschloss, ein altehrwürdiges Grandhotel, das seine Glanzzeiten längst hinter sich hat. Aber wenn zum Jahreswechsel der berühmte Silvesterball stattfindet und Gäste aus aller Welt anreisen, knistert es unter den prächtigen Kronleuchtern und in den weitläufigen Fluren nur so vor Aufregung. Die siebzehnjährige Fanny hat wie der Rest des Personals alle Hände voll zu tun, den Gästen einen luxuriösen Aufenthalt zu bereiten, aber es entgeht ihr nicht, dass viele hier nicht das sind, was sie vorgeben zu sein. Welche geheimen Pläne werden hinter bestickten Samtvorhängen geschmiedet? Ist die russische Oligarchengattin wirklich im Besitz des legendären Nadjeschda-Diamanten? Und warum klettert der gutaussehende Tristan lieber die Fassade hoch, als die Treppe zu nehmen? Schon bald steckt Fanny mittendrin in einem lebensgefährlichen Abenteuer, bei dem sie nicht nur ihren Job zu verlieren droht, sondern auch ihr Herz.

Kerstin Gier versteht auch in ihrem neuen Roman Wolkenschloss zauberhafte Figuren zu erschaffen, die man am Liebsten immer um sich haben möchte. Fanny ist jung und unternehmenslustig mit dem gewissen Etwas, das sich dem oberflächlichen Betrachter nicht auf den ersten Blick erschliesst. Sie hat Herz und Mut. Ein Mädchen wie sie hätte ich gerne als beste Freundin in der Schulzeit und auch später im Leben gehabt. Man merkt in jedem Satz, dass Kerstin Gier ihre Figuren liebt. Sie sind allesamt interessant gezeichnet, aber immer mit einem Augenzwinkern. Dazu passt das wirklich wunderschöne Cover von Eva Schöffmann-Davidov fantastisch, denn es spiegelt genau diese Sichtweise wieder. Ich hatte mir das Buch zuerst als eBook geholt, musste mir dann aber noch eine gebundene Ausgabe zulegen, einfach, weil ich dieses Buch besitzen wollte. Durch das tolle Cover und die schöne Geschichte eignet es sich natürlich auch gut zum Verschenken, aber vorsicht, vielleicht wollen Sie es nie wieder hergeben, wenn sie es einmal in der Hand hatten.

Kerstin Gier hat 1995 ihr erstes Buch veröffentlicht. Seither hat sie zahlreiche Jugend-, Frauen- und Liebesromane verfasst, die allesamt von ihren Leserinnen mit Begeisterung aufgenommen werden. Ihre phantastische Trilogie »Silber« ist ein internationaler Bestseller, genauso wie die Romane »Rubinrot«, »Saphirblau« und »Smaragdgrün« sowie »Müttermafia« und »Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner«. Die Autorin lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in der Nähe von Köln.

 

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Adventskalender 2017 Tag 7: Veranstaltungstipp Krimitag

© Syndikat

Der 8. Dezember ist der Todestag von Friedrich Glauser, nach dem die renommierten, alljährlich vergebenen Preise des Syndikats benannt sind. Im zu Ehren veranstaltet die Autorenvereinigung seit einigen Jahren den sogenannten Krimitag. Autoren aus einer Region organisieren gemeinsam Lesungen oder andere Literaturveranstaltungen und der Erlös wird einem guten Zweck gespendet.

Der bayerische Teil des Syndikats zieht dieses Jahr eine literarische Blutspur durch die Heimat. In der Gemeindebücherei Unterhaching lesen Werner Gerl, Uwe Gardein, Stefanie Gregg, Roland Krause, Lutz Kreutzer, Thea Lehmann, Barbara Ludwig und Ingeborg Struckmeyer aus ihren aktuellen Werken. Im zweiten Teil gibt es eine Talkrunde mit Iny Lorentz, Oliver Pötzsch und dem Fallanalytiker der Kripo München Alexander Horn, moderiert von Lutz Kreutzer.

Der Eintritt ist frei, es darf aber gespendet werden. Der Erlös des Abends geht an die Opferhilfe Bayern.

KRIMITAG MÜNCHEN

Literarische Blutspur durch Bayern

Uhrzeit: 19:30 Uhr

Gemeindebücherei Unterhaching
Rathausplatz 7
82008 Unterhaching

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